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10.06.2016 / Ausland / Seite 6

Militär gegen Streikende

Kolumbien: Proteste von Bauern und Indigenen halten an. Drei Demonstranten getötet. Linke fordert Auflösung von Spezialeinheit der Polizei

Sascha Jablonski

In Kolumbien gehen die Ende Mai begonnenen Streiks und Proteste von Bauern und Indigenen weiter. Man werde die Aktionen fortsetzen, bis die Regierung ein konkretes Datum für die Aufnahme von Verhandlungen genannt habe, teilte die Nationale Organisation der Indigenen Kolumbiens (ONIC) am Mittwoch (Ortszeit) in einem Kommuniqué mit. Sie kritisierte zudem die anhaltende Repression durch die Sicherheitskräfte, die in vielen Teilen des Landes brutal gegen Demonstranten vorgehen. Mindestens drei Menschen wurden bereits von Beamten der Sondereinheiten zur Aufstandsbekämpfung (Esmad) getötet. Der Abgeordnete Alirio Uribe von der Linkspartei Demokratischer Pol (PDA) hat deshalb in der vergangenen Woche eine Initiative im Parlament eingebracht, die Esmad aufzulösen. Er verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Tod des Studenten Miguel Ángel Barbosa, der am 3. Juni seinen Verletzungen erlegen war. Der 19jährige war am 21. April während einer Studentendemonstratio...

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