09.06.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Rechts gewinnt in Peru

Nach der Stichwahl: Egal ob Kuczynski oder Fujimori – auf das neue Staatsoberhaupt warten ein Berg Altlasten und wirtschaftliche Herausforderungen

Robert Ojurovic

Es ist knapp, doch im Grunde für die wirtschaftliche und soziale Zukunft Perus unerheblich: Nach ersten offiziellen Zahlen hat Pedro Pablo Kuczynski die Präsidentschaftswahl gegen seine Konkurrentin Keiko Fujimori gewonnen. Den Angaben nach sind rund 93 Prozent der Stimmen ausgezählt. Kuczynski liegt demnach bei 50,32 Prozent, Fujimori bei 49,68 Prozent. Am Sonntag waren mehr als 22 Millionen Bürger des lateinamerikanischen Landes aufgefordert, in einer Stichwahl das Staatsoberhaupt für die kommenden fünf Jahre zu bestimmen. Bei der Abstimmung standen sich zwei Kandidaten gegenüber, die vom äußeren Erscheinungsbild nicht unterschiedlicher sein könnten. Doch eine Alternative boten sie nicht. Rechts und konservativ sind beide, der frühere Weltbanker und Exwirtschaftsminister ebenso wie die Tochter des früheren Diktators Alberto Fujimori.

Den 77jährigen Kuczynski hatte das neoliberale Bündnis PPK (sein Namenskürzel und/oder Peruanos Por el Kambio; Peruaner fü...

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