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09.06.2016 / Inland / Seite 4

»Ein Zeichen setzen«

Reker-Prozess: Der angeklagte Neonazi Frank Steffen spielt auf Zeit

Helmut Lorscheid, Annette Hauschild, Düsseldorf

Den Teilnehmern am Prozess gegen den Attentäter auf Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde Ende letzter und Anfang dieser Woche viel Geduld abverlangt. Der Angeklagte Frank Steffen erhob wiederholt Vorwürfe gegen seine Verteidiger und das kostete Zeit. Er klagte über einen Bruch der anwaltlichen Schweigepflicht gegenüber Journalisten sowie über angeblich fehlendes Engagement. Rechtsanwalt Jasper Marten wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Christoph Miseré tat das gleiche, übersandte aber am Wochenende dem Senat einen eigenen Antrag auf Entpflichtung, dem am Montag stattgeben wurde. Jetzt hat Steffen nur noch einen Verteidiger an seiner Seite.

Als Zeugen waren am Freitag drei Polizeibeamte geladen, die Steffen nach seiner Festnahme in Gewahrsam brachten. Alle drei bezeichneten Steffen als höflich und erstaunlich gefasst. Er habe seine Situation akzeptiert und erklärt, er habe das Attentat »auch für die Polizei gemacht«, denn diese müsse ja...

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