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04.06.2016 / Feuilleton / Seite 11

Avantgarde und Geschäft

Das Filmmuseum Düsseldorf erinnert an die große Filmpionierin Lotte Reiniger

Michael Girke

In der Ausstellung, die das Düsseldorfer Filmmuseum derzeit zu Ehren Lotte Reinigers (1899–1981) ausrichtet, sind einige Fotografien zu sehen, welche die Regisseurin und ihr Team bei Dreharbeiten in den bewegten 1920er Jahren zeigen. Alle Beteiligten darauf sind sehr jung, wie überhaupt viele Künstler, als sie die Werke realisierten, die man heute mit dem ehernen Begriff Klassiker versieht. Jung und, sehr oft, revolutionär gestimmt, im Aufstand gegen die sozialen Übel, Hierarchien und Spielregeln der Gesellschaft begriffen. Kunst als Mittel, Dinge, äußere wie innere, in Bewegung zu bringen.

Die Düsseldorfer Ausstellung macht begreiflich, welche Denkweisen und Kunstrichtungen Reiniger in den Jahren kurz nach dem Ersten Weltkrieg faszinierten, beeinflussten und prägten. Es war die Zeit, als der Film noch ein großes Experimentierfeld voller Versprechen und Möglichkeiten war. Kunst und Kommerz lagen damals nicht im Widerstreit, viele Kinoinnovatoren standen be...

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