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27.05.2016 / Feminismus / Seite 15

Warten auf einen Neuanfang

In Afghanistan war sie ein Filmstar. Jetzt lebt Marina Golbahari als Asylbewerberin in Frankreich

Joris Fioriti, Paris (AFP)

Marina Golbahari und Noorullah Asisi wohnen in einem heruntergekommenen Asylbewerberheim in Dreux, einem kleinen Städtchen rund 80 Kilometer westlich von Paris. In ihrer Heimat ist ihr Leben durch religiöse Eiferer bedroht, denen Kino und selbstbewusste Frauen ein Dorn im Auge sind. Das Schicksal der 24jährigen Schauspielerin und ihres vier Jahre älteren Ehemanns steht stellvertretend für die Tragödie eines seit Jahrzehnten unter Gewalt und Fanatismus leidenden Landes.

Golbahari sitzt in einem trostlosen, grün und lila gestrichenen Zimmer des Asylbewerberheims. »Kino ist mein Leben«, sagt sie. »Mit einem Film kann ich alles über mein Volk erzählen.« Sie war erst neun Jahre alt, als sie Ende 2001 für die Leinwand entdeckt wurde. Eine internationale Koalition unter Führung der USA hatte gerade das Regime der radikalislamischen Taliban weggebombt. Golbahari wurde Titelheldin in dem Drama »Osama«, in dem sie ein Mädchen in der Zeit der Talibanherrschaft spielt...

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