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27.05.2016 / Thema / Seite 12

An der Front

Die kurdischen Peschmerga kämpfen im Nordirak gegen die Mordbanden des »Islamischen Staats«. Zu Gast bei der Patriotischen Union Kurdistans

Peter Schaber, Kirkuk/Erbil

Von Checkpoint zu Checkpoint wird das mulmige Gefühl stärker. Der schwere, beißende Rauch aus den zahllosen Raffinerien dringt in die Nase, gut sichtbar flackern die Feuer an den Förderanlagen: Wir sind in der Erdölmetropole Kirkuk. Etwa ein Fünftel der irakischen Ölförderung findet hier statt. Nachdem 2014 der »Islamische Staat« (IS) Mossul erobert hatte und im Begriff war, nach Kirkuk weiterzuziehen, gab die irakische Armee die Kontrolle über die Stadt auf. Truppen der Peschmerga, der Streitkräfte der Autonomen Region Kurdistan, übernahmen den Ort, der für sie auch eine symbolische Bedeutung besitzt. Sie verteidigten ihn erfolgreicher, als die irakische Armee – auf deren Kampfkraft man hier nicht viel hält – es hätte tun können. Und so befindet sich Kirkuk heute fest in kurdischer Hand.

Die Kirkuk-Front, an die mein Kollege Willi Effenberger und ich fahren, ist mittlerweile schon etwa 15 Kilometer vom Stadtgebiet entfernt, in der Ölmetropole selbst h...

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