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27.05.2016 / Inland / Seite 4

Karitatives Lohndumping

Deutsches Rotes Kreuz bezahlt soziale Arbeit in Flüchtlingsheimen nach Hotel- und Gaststättentarif. Kurze Vertragslaufzeiten wirken einschüchternd

Achim Breitenbach

Anita S. ist Krankenschwester in einem Flüchtlingslager in Nordrhein-Westfalen. Träger der Einrichtung ist das Deutsche Rote Kreuz. »Wir haben hier 800 Flüchtlinge. Der Job ist hart!« so Anita S.* Sie will anonym bleiben, denn sie ist beim Deutschen Roten Kreuz angestellt und will ihren Arbeitsplatz nicht riskieren. Was sie bedrückt: »Ein großer Knackpunkt bei unserer Arbeit ist die Wertschätzung. Der Job ist ungerecht bezahlt. Ich habe eine Ausbildung zur Krankenschwester und werde nicht danach bezahlt.« Nach eigenen Angaben kommen die Mitarbeiter aus den sozialen Bereichen in den Flüchtlingsheimen auf zwölf Stunden pro Tag.
Und das hat laut ver.di-Gewerkschaftssekretär Jens Ortmann System. Er ist zuständig für den Bezirk Herford-Minden-Lippe und kennt diverse Beispiele. Das DRK Westfalen-Lippe hat eine Tochtergesellschaft eigens für den Betrieb von Flüchtlingseinrichtungen gegründet. Und betreibt aus Gewerkschaftssicht Lohndumping. Die Vergütung fü...

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