26.05.2016 / Inland / Seite 4

Erdogans Zensoren

Nach Denunziation durch türkische Faschisten sperrt Facebook prokurdische Inhalte

Nick Brauns

Im eigenen Land lässt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gerne mal soziale Medien sperren. Doch reicht sein langer Arm bis nach Deutschland. Auch hier sehen sich Face­booknutzer zensiert, die sich mit der kurdischen Thematik befassen. Darauf machte jetzt der Berliner Linksparteiaktivist Florian Wilde, bis vor kurzem Gewerkschaftsreferent bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, aufmerksam.

Immer wieder wurden Bilder von kurdischen Demonstrationen von Wildes Facebookseite entfernt und sein Konto als Strafe tagelang gesperrt. Betroffen waren nicht nur Fotos, auf denen Symbole der auch in Deutschland verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu erkennen waren. Im April etwa führten Fotos von einer Kundgebung in Hamburg zu einer einwöchigen Sperre, weil darauf Fahnen der lediglich in der Türkei verfolgten Organisation »Partisan« mit dem Konterfei ihres 1973 zu Tode gefolterten Gründers Ibrahim Kaypakkaya zu sehen waren. »Diese Zensurpolitik macht es faktisc...

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