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21.05.2016 / Feuilleton / Seite 11

Das Unheimliche

Die alten Spukgeschichten werden wieder politisch: Man muss sie entzaubern

Helmut Dahmer

Wir alle kennen das Erschrecken, das Grausen vor dem, was uns unheimlich ist. Was aber hat es mit dem Unheimlichen auf sich, was ist uns unheimlich, wovor graust es uns?

Wir gehen etwa in der Dämmerung durch einen einsamen Wald oder streifen einsam durchs Gebirge. Plötzlich scheint drüben, zwischen den Bäumen oder hoch oben am Steilhang jemand zu stehen, uns zu winken oder zu rufen. Oder wir sind allein in einem großen Haus und glauben, irgendwo – im Keller oder auf dem Boden oder gar im Nachbarzimmer – »verdächtige« Geräusche zu hören.

Die Literatur, besonders die Märchen, Sagen und Balladen, ist voll von Spuk- und Gespenstergeschichten. Mitunter, wie in Goethes Moritat vom »Erlkönig«, werden die Menschen vom Unheimlichen überwältigt, in anderen Fällen, wie in Droste-Hülshoffs Ballade vom »Knaben im Moor«, gereicht ihnen die atemlose Flucht vor dem Grausigen zur Rettung. Und in dem Grimmschen Märchen »Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen« oder in ...

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