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21.05.2016 / Inland / Seite 5

Monopoly im Agrarsektor

Bayer will weltgrößten Saatguthersteller Monsanto schlucken. Der ist auch Marktführer bei Unkrautgift Glyphosat, um dessen Neuzulassung die EU streitet

Jana Frielinghaus

Sollte der Coup gelingen, würde er in Sachen Monopolisierung alles in den Schatten stellen, was sich auf dem agrarindustriellen Sektor in den letzten 20 Jahren vollzogen hat. Bayer will den US-Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri schlucken. Nachdem es bereits seit längerem Gerüchte gegeben hatte, machte der Leverkusener Konzern seine Pläne am Donnerstag öffentlich. Es gehe um eine »einvernehmliche Übernahme«, teilte das Management mit (siehe jW vom Freitag).

War Bayer bislang ein Chemieriese mit vielen Sparten, so würde er bei Verwirklichung der Pläne auf einen Schlag zum Weltmarktführer sowohl bei Saatgut als auch bei Pestiziden. Das Geschäft mit Agrochemie und Saatgut ist bislang in der Tochter Bayer Crop Science gebündelt und macht etwa 16 Prozent des Gesamtumsatzes in Höhe von 43,6 Milliarden Euro aus.

Monsantos Umsatz von 15 Milliarden Dollar (13,3 Milliarden Euro) nimmt sich dagegen regelrecht besch...

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