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21.05.2016 / Inland / Seite 4

Streitfall Gülen

Bundesregierung und Türkei uneins über Bewegung des früheren Erdogan-Verbündeten, der heute als Staatsfeind gilt

Nick Brauns

In der Türkei gilt der im US-Exil lebende Prediger Fethullah Gülen als Staatsfeind Nummer eins. Anhänger seines Netzwerkes werden inhaftiert, seine Zeitungen enteignet. Die »Fethullah-Terrororganisation« habe einen »Parallelstaat« zum Sturz der Regierung aufgebaut, so der Vorwurf. Dabei hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Gülen-Bewegung ein Jahrzehnt lang als Bündnispartner betrachtet. Angesichts des heutigen Machtkampfes sitzt die deutsche Bundesregierung zwischen allen Stühlen: Weder will sie angesichts des Flüchtlingsdeals mit der Türkei den Möchtegern-Sultan in Ankara verärgern. Noch will sie den Draht zum Gülen-Netzwerk, das konservativ-religiöse und pantürkische Vorstellungen mit einer wirtschaftlich neoliberalen Ausrichtung verbindet, abreißen lassen. Schließlich dient die Gülen-Bewegung mit ihren Tausenden Schulen, Unternehmen und Medien in vielen Ländern seit Jahrzehnten dem verbündeten US-Geheimdienst CIA als trojanisches Pferd ...

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