19.05.2016 / Inland / Seite 4

Ausgrenzung nicht folgenlos

Diskriminierung schwuler und bisexueller Männer wirkt sich auf deren Gesundheit aus

Markus Bernhardt

Die noch immer vorhandene gesellschaftliche Diskriminierung und Ausgrenzung schwuler und bisexueller Männer kann weitgehende Folgen für deren Gesundheit haben. Auch das Risiko, sich mit HIV (Menschliches Immunschwäche-Virus) zu infizieren und infolgedessen an Aids zu erkranken, steigt. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie »Schwule Männer und HIV/Aids«, für die der Sozialwissenschaftler Jochen Drewes und der Psychologe Martin Kruspe bereits im Jahr 2013 knapp 17.000 Männer befragt haben. Die besagte Erhebung wurde am Dienstag, dem Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie, von der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) veröffentlicht.

Die Studienergebnisse belegen eindrucksvoll, dass es um die Gleichstellung und Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und Kontakte auch in Deutschland noch immer schlecht bestellt ist. So berichten 15 Prozent der Teilnehmer, in den zwölf Monaten vor der Befragung verbale oder körperliche Gewalt erfahren zu haben. Bei den 1...

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