13.05.2016 / Feuilleton / Seite 11

Es gibt noch Hoffnung

Letzte Lenins (4): Einsam in Wünsdorf

Carlos Gomes

Wünsdorfs steinerner Lenin blickt auf einen leeren Appellplatz. Einst marschierten hier regelmäßig Hunderte von Soldaten und salutierten mit Würde und Respekt, aber jetzt kann sich der kommunistische Revolutionär nur noch an die wild wachsenden Bäume und Büsche wenden. Vom Glanz des ehemaligen Sitzes des Oberkommandos der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland ist noch ein Schimmer wahrzunehmen.

Wünsdorf gehört zum Städtchen Zossen bei Berlin. Im April 1945 wurde es von der Roten Armee eingenommen. Hier saß das Oberkommando der Wehrmacht. Ab den 50er Jahren wurde die Anlage von der Sowjetarmee in großem Stil ausgebaut und besiedelt, sodass nur 30 Kilometer von Berlin entfernt eine von der Umgebung abgeschottete sowjetische Kleinstadt entstand, in der mehr als 50.000 Armeeangehörige und Zivilisten wohnten. Parallel zu...

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