04.05.2016 / Antifa / Seite 15

Spuren »wegselektiert«

Weitere »Panne« im NSU-Komplex: DNA-Funde nach Polizistinnenmord nicht ausgewertet

Christiane Mudra

Im Fall des Heilbronner Polizistinnenmordes vom 25. April 2007 wurde ganz und gar nicht so ermittelt, wie es etwa von »Tatort«-Kommissaren nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Kollegin zu erwarten wäre. Bei dem versuchten Doppelmord war die 22jährige Beamtin Michèle Kiesewetter durch einen Kopfschuss getötet worden, ihr Kollege Martin A. überlebte schwerverletzt.

Bis heute wurden vielversprechende DNA-Spuren nicht ausgewertet – das stellte sich am Donnerstag bei der Vernehmung des Kriminalhauptkommissars Manfred N. im NSU-Untersuchungsausschussschuss des Bundestags heraus. Die Aussage des Beamten des Stuttgarter Landeskriminalamts (LKA) weckt ungute Erinnerungen: Jahrelang waren die Ermittler einer weiblichen DNA-Spur nachgegangen, die mit zahlreichen anderen Verbrechen in Verbindung gebracht wurde und sich erst 2009 auf die Verunreinigung von bei der Tatortarbeit verwendeten Wattestäbchen zurückführen ließ. Die Affäre um das sogenannt...

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