04.05.2016 / Ausland / Seite 7

Auf Erdogans Abschussliste

Der türkische Präsident sägt am Stuhl des Ministerpräsidenten Davutoglu. Machtkampf innerhalb der Regierungspartei AKP

Nick Brauns

Die Tage von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu an der Spitze der türkischen Regierung und der Regierungspartei AKP könnten bald gezählt sein. Türkische Medien berichten über wachsende Spannungen mit dem die alleinige Macht im Staat anstrebenden Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Erdogan hatte dem früheren Außenminister Davutoglu nach seiner Wahl zum Staatspräsidenten im August 2014 die Ämter des Parteichefs und des Ministerpräsidenten übertragen. Damals erschien der Politikwissenschaftler Davutoglu aufgrund seiner fehlenden Hausmacht in der AKP als willfähriges Werkzeug Erdogans. Doch der Wahlerfolg der AKP im November 2015 stärkte die Position Davutoglus, um den sich nun die Reste der parteiinternen Opposition scharten. Immer öfter zeigten sich seitdem Differenzen mit Erdogan. So erklärte der Ministerpräsident eine Rückkehr zum Friedensprozess mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für möglich, während Erdogan auf die völlige Zerschlagung der kurdischen B...

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