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29.04.2016 / Ausland / Seite 7

Gerechtigkeit für Berta Cáceres

Tochter von ermordeter Umweltaktivistin aus Honduras fordert in Berlin und Brüssel Aufklärung des Verbrechens. Kritik auch an Siemens

Carmela Negrete

Berta Zúñiga verlor nicht viel Zeit: »Wir rufen dazu auf, weiter Druck auf die Regierung in Honduras und auf die Finanzgesellschaften auszuüben«, erklärte sie am Mittwoch bei einer Veranstaltung des katholischen Hilfswerks Misereor in Berlin. Es gehe darum, den Bau eines in der honduranischen Gemeinde Agua Zarca geplanten Wasserkraftwerks zu verhindern. Hinter diesem Projekt steht das internationale Joint Venture »Voith Hydro«, an dem der deutsche Technologiekonzern Siemens zu 25 Prozent beteiligt ist.

International in die Schlagzeilen geriet Agua Zarca Anfang März, als in Honduras die Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres ermordet wurde. Die Mutter von Berta Zúñiga war die Sprecherin der Lenca-Indígenas, die seit Monaten gegen die mit dem Projekt verbundene Zerstörung ihres Lebensraums protestieren. Am 3. März drangen Bewaffnete in ihr Haus in La Esperanza ein und erschossen die 44jährige. Schon in der Vergangenheit war sie Opfer von Verfolgu...

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