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26.04.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

»Man will ein Zweiklassensystem«

Künftig will der Bund dauerhaft in sogenannte Exzellenzuniversitäten investieren. Damit werden die Großen noch stärker. Gespräch mit Michael Hartmann

Ralf Wurzbacher

Am Freitag hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz, GWK, die Fortsetzung der Exzellenzinitiative mit veränderten Modalitäten über das Jahr 2017 hinaus beschlossen (jW berichtete). Wie ist Ihr Gesamteindruck?

Abseits der Details haben Bund und Länder eine aus Sicht der Befürworter absolut richtungsweisende, aus Sicht von Kritikern aber folgenschwere Festlegung vorgenommen: Künftig soll die Exzellenzinitiative zu einer Dauereinrichtung werden – und zwar mit Mitteln des Bundes. Die zu Eliteuniversitäten gekürten Hochschulen werden zwar alle sieben Jahre überprüft, die Wahrscheinlichkeit, nach einem so langen Zeitraum zusätzlicher materieller wie symbolischer Förderung wieder herauszufallen, dürfte aber sehr begrenzt sein. Damit wird die ohnehin bereits weit fortgeschrittene Hierarchisierung der deutschen Hochschullandschaft, bei der sich viel Geld an der Spitze konzentriert und nur vergleichsweise wenig für die Breite bleibt, auf lange Sicht zementiert.

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