Der Schwarze Kanal
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22.04.2016 / Feuilleton / Seite 10

Isolde muss überleben

Der legendäre »Tristan« von Ruth Berghaus in einer Wiederaufnahme an der Staatsoper Hamburg

Gisela Sonnenburg

Um sich wegen der Liebe in Tränen aufzulösen, gibt es kein schöneres Opernstück als »Tristan und Isolde« von Richard Wagner. 1988 inszenierte Ruth Berghaus, die noch bei Bertolt Brecht persönlich das Theaterhandwerk erlernt hatte, den fünfstündigen tragischen Liebesmarathon. Die Hamburgische Staatsoper beweist mit der Wiederaufnahme des Werks die Kraft der Berghaus-Ästhetik: Sie beschwört eine Atmosphäre der Leidenschaften.

Im Grundmuster ist alles wie bei Gottfried von Straßburg, der um 1210 das »Tristan«-Epos verfasste: Tristan liebt Isolde aufgrund eines Liebestranks, der eigentlich für Isolde und ihren Gatten, den König und Dienstherrn von Tristan, bestimmt war. Klar ist das in der Kunst tödlich, so eine schicksalhafte Amorangelegenheit.

Bei Bergh...

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