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20.04.2016 / Feuilleton / Seite 11

Weite Welt DDR

Wärme und Gradlinigkeit für den Sozialismus: Cox Habbema ist in Amsterdam gestorben

Frank Burkhard

Cox Habbema, die schöne, kluge Bauerntochter aus meinem Film ›Wie heiratet man einen König‹, ist gestorben«, schrieb Regisseur Rainer Simon. In seinem ersten Film gab die Niederländerin 1968 ihr DEFA-Debüt und half dem Regisseur, »ihren exzentrischen königlichen Gatten Eberhard Esche zu bändigen. Wir blieben Freunde, sie spielte auch im ›Till Eulenspiegel‹, und 2008 sahen wir den Film gemeinsam wieder in Quedlinburg, wo wir 1974 gedreht hatten. Es war, als wäre die Zeit stehengeblieben.«

Als Habbemas Familie am Montag abend in Amsterdam mitteilte, dass die Schauspielerin, Regisseurin und Theaterleiterin mit 72 an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben war, blieb die Zeit wieder kurz stehen. Cox, ursprünglich Cornelia, brachte mit ihrem sympathischen Amsterdamer Zungenschlag seit den späten 60er Jahren Weltläufigkeit in die DDR, deren Theaterleute ausländische Künstler anzogen. Die junge Schauspielerin wollte unbedingt vom Brecht-Schüler Benno Besson le...

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