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20.04.2016 / Ausland / Seite 7

Der Festung Europa verpflichtet

Idomeni: Griechenlands Regierung will Flüchtlinge in Sammellager verfrachten

Heike Schrader, Athen

Griechenlands Medien machen Stimmung: Am Montagabend warteten die Nachrichtensendungen mit drastischen Bildern auf. Darin war zu sehen, wie wütende Flüchtlinge im nordgriechischen Idomeni mit Steinen und Eisenstangen einen unbemannten Kleinbus der Polizei zerstörten. Kommentatoren behaupteten, die Ordnungshüter hätten nur deshalb nicht eingegriffen, weil es sich um Flüchtlinge handelte, während Einheimische »sicherlich von der Polizei zusammengeschlagen worden wären«. Gleichzeitig forderten sie die sofortige gewaltsame Verlegung der an der Grenze zu Mazedonien ausharrenden Schutzsuchenden in vom Staat kontrollierte Sammellager.

Der Auslöser der gewalttätigen Proteste wurde in den meisten Berichten jedoch verschwiegen oder nur am Rande erwähnt: Kurz zuvor war ein Flüchtling von einem Polizeifahrzeug überfahren und dabei lebensgefährlich verletzt worden. Der etwa 40jährige Syrer wurde mit schweren Kopfverletzungen in kritischem Zustand ins Krankenhaus nach T...

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