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16.04.2016 / Wochenendbeilage / Seite 4 (Beilage)

Wo die Gringos ins Meer geschmissen wurden

Playa Girón erinnert an den 55. Jahrestag der Invasion in der Schweinebucht. Doch sonst ist es ein normales, kleines Dorf in Kuba

André Scheer

Playa Girón ist eine kleine Ortschaft an der Südküste Kubas. Auch wenn inzwischen manche der rund 2.000 Einwohner Geld mit der Vermietung von Zimmern an Touristen verdienen, hat sie sich ihren ländlichen Charakter bisher bewahrt. Landwirtschaft und das Arbeiten im nahen Nationalpark bestimmen den Alltag der Menschen. Auf den Straßen muss man sich mehr vor frei herumlaufenden Hühnern und gelegentlichen Pferdekarren in acht nehmen als vor den wenigen Autos und Bussen. Der Strand lädt zum Baden ein, und an einer kleinen Bar kann man sich frisch von der Palme geholte Kokosnüsse servieren lassen.

Playa Girón wäre ein hübscher, aber vermutlich kaum beachteter Ort, wenn er nicht für die erste große Niederlage des US-Imperialismus in Lateinamerika stehen würde. Am 17. April 1961 landeten hier, am Eingang der Schweinebucht (Bahía de Cochinos), rund 1.500 von den USA ...

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