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16.04.2016 / Ausland / Seite 7

Jagd auf Linke

In Kolumbien werden immer mehr Aktivisten ermordet. Das weckt Erinnerungen an den Vernichtungskrieg gegen die Unión Patriótica

Wilhelm Wood

In Kolumbien hat in den vergangenen Monaten die Zahl der Morde und Mordversuche gegen Gewerkschafter und linke Aktivisten dramatisch zugenommen. Die Menschenrechtsorganisation »Somos defensores« zählte Anfang April bereits 15 Morde und 50 Übergriffe gegen Vertreter sozialer Vereinigungen seit Jahresanfang. Andere Angaben sprechen sogar von mindestens 30 Tötungsdelikten aus politischen Gründen. Die kolumbianische Regierung hatte Anfang April den Tod von zwölf Aktivisten eingeräumt.

Die offenbar in Zusammenhang mit dem näherrückenden Friedensschluss zwischen Bogotá und der FARC-Guerilla stehende Gewaltwelle weckt böse Erinnerungen an den Vernichtungskrieg gegen die Linkspartei Unión Patriótica (UP), die 1985 nach einem damals zwischen Regierung und Aufständischen vereinbarten Friedensschluss gegründet worden war. Erst jetzt gab mit Kolumbiens Generalstaatsanwalt Jorge Fernando Perdomo Torres gegenüber dem Fernsehsender Caracol erstmals ein hochrangiger Vertr...

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