Gegründet 1947 Mittwoch, 25. Mai 2022, Nr. 120
Die junge Welt wird von 2636 GenossInnen herausgegeben
14.04.2016 / Inland / Seite 4

»Ungewollte Gewalthandlung«?

DDR-Aufarbeitung in Thüringen: Arbeitsgruppe zweifelt am Selbstmord des Oppositionellen Matthias Domaschk im Geraer Stasi-Gefängnis

Susan Bonath

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) stochert in der Vergangenheit herum. Er will »DDR-Unrecht aufklären«. Eine Arbeitsgruppe, die sich auf Ramelows Geheiß hin mit dem Tod des Oppositionellen Matthias Domaschk in der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) Gera am 12. April 1981 befasst, stufte die Stasi-These vom Selbstmord nun als »unhaltbar« ein. Das erklärte die Thüringer Staatskanzlei zum 35. Todestag des damals 24jährigen am 12. April.

Die Begründung für die Erkenntnis der Arbeitsgruppe blieb jedoch vage: Die gesichteten Dokumente des MfS über den Vorfall sowie Protokolle von Zeugenaussagen zum Fall widersprächen der Version der DDR-Behörden. Danach soll sich Domaschk im Untersuchungsgefängnis, wo er kurzzeitig zusammen mit seinem Weggefährten Peter Rösch inhaftiert gewesen war, selbst stranguliert haben. Unmittelbar zuvor habe ihn die Stasi noch angeworben. Sie habe Domaschk und Rösch am selben Tag nach ...

Artikel-Länge: 3533 Zeichen

Dieser Beitrag ist gesperrt und nur für Onlineabonnenten lesbar. Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem aus den Aboeinnahmen. Mit einem Onlineabo tragen Sie dazu bei, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Für Unentschlossene gibt es die Tageszeitung junge Welt auch am Kiosk, für 1,90 € wochentags und 2,30 € am Wochenende. Alle belieferten Verkaufsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Vollen Zugriff auf alle Artikel bietet das Onlineabo. Jetzt bestellen unter www.jungewelt.de/abo.

Unverzichtbar! Jetzt junge Welt stärken.

Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

21,90 Euro/Monat Soli: 29,90 €, ermäßigt: 14,90 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

45,90 Euro/Monat Soli: 57,90 €, ermäßigt: 31,90 €