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14.04.2016 / Inland / Seite 2

»Grenzschutz geht vor Kindeswohl«

5.800 geflüchtete Minderjährige sind in Deutschland als vermisst gemeldet. Regierung sieht sich nicht in der Pflicht. Ein Gespräch mit Luise Amtsberg

Jana Frielinghaus

Die Bundesregierung hat auf eine von Ihnen eingereichte parlamentarische Anfrage hin mitgeteilt, dass im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik mehr als 5.800 geflüchtete Kinder und Jugendliche als vermisst gemeldet wurden. Welche Erklärungen hat sie dafür?

In ihrer Antwort bleibt die Bundesregierung bei Vermutungen und gibt zum Beispiel an, dass es vielleicht Mehrfachregistrierungen gab. Weiter könne es sein, dass viele Kinder und Jugendliche in andere europäische Länder weitergereist sind, um zu Eltern oder anderen Angehörigen zu kommen. Besorgniserregend ist, dass die Regierung nicht ernsthaft in Betracht zieht, dass etliche in die Fänge von Kriminellen oder in ausbeuterische Verhältnisse geraten sind. Sie hat hierzu aber keine verlässlichen Erkenntnisse. Umso wichtiger ist es, Klarheit über den Verbleib der Kinder bekommen, um so etwas verhindern zu können. In einem ersten Schritt müsste man diejenigen, die wieder aufgetaucht sind, das waren im vergang...

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