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13.04.2016 / Inland / Seite 5

Schmutzige Praktiken

Gewerkschaft wirft Serviceunternehmen in Duisburger Krankenhaus der Malteser ­extreme Ausbeutung bulgarischer Reinigungskräfte vor. Klinikum verspricht Aufklärung

Daniel Behruzi

Reinigungskräfte, die das private Gartenhäuschen ihrer Vorgesetzten putzen müssen; die sich nicht krankmelden dürfen; die ihren Vorarbeiterinnen Geld zahlen müssen; die zur Abtreibung gedrängt werden. Diese Zustände sollen nicht in Mexiko oder Rumänien herrschen, sondern mitten im Ruhrgebiet, im Duisburger St.-Anna-Krankenhaus. Die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) wirft dem für das Klinikum tätigen Dienstleister Malta Clean & Service GmbH (MCS) »extrem schmutzige Praktiken« im Umgang mit ausländischen Putzfrauen vor.

»Bei MCS herrschen haarsträubende, fast sittenwidrige Zustände«, sagt IG-BAU-Sekretär Mahir Sahin. »Uns liegen eidesstattliche Erklärungen vor, die das belegen.« Demnach haben Vorabeiterinnen von Untergebenen verlangt, ihre Aufgaben mit zu übernehmen und Objekte zu reinigen, die mit dem Unternehmen gar nichts zu tun hatten – ohne Bezahlung. »Eine bulgarische Mitarbeiterin musste unter Aufsicht mehrmals 650 Euro vom Konto...

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