07.04.2016 / Titel / Seite 1

Nebelbomben auf Panama

Nachdem Enthüllungsjournalisten Briefkastenfirmen gefunden haben, entdeckt ein deutscher Minister »die dunkle Seite des Kapitals«. Konsequenzen: keine

Christian Selz

Es muss mal wieder hektisch mit den Flügeln geflattert werden. Die »Panama Papers« haben den globalen Hühnerstall der herrschenden Klasse aufgescheucht – zumindest mit Ausnahme der Crème de la Crème des US-Kapitals, die die Recherche bezahlt hat. Auf letztere Nebensächlichkeit wies das Medienportal Meedia am Dienstag nachmittag hin. »Womöglich«, so wurde dort kühn vermutet, sei das maßgeblich an den Enthüllungen beteiligte Netzwerk »International Consortium of Investigative Journalists« (ICIJ) »nicht ganz frei von Einflüssen«, weil es doch dem früheren britischen Diplomaten Craig Murray zufolge »vollständig vom US-amerikanischen Center for Public Integrity finanziert und organisiert« werde. Und dieses Center wiederum bezieht altruistische Zuwendungen von Demokratieförderern wie der Ford Founda­tion, dem Rockefeller Family Fund oder George Soros’ Open Society Founda­tions. Doch derart ketzerische Verschwörungstheorien taugen nicht für ein breites Publikum....

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