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06.04.2016 / Thema / Seite 12

Erdogans Krieg

Die türkische Regierung verfolgt bei der Niederschlagung der Kurden eine perfide Strategie. Doch den Widerstand konnte sie ­bisher nicht brechen

Peter Schaber

Der seit Monaten andauernde Krieg Ankaras gegen die kurdische Befreiungsbewegung im Südosten der Türkei ging Mitte März in eine neue Phase. Nachdem drei wichtige Orte des kurdischen Widerstands – Diyarbakir-Sur, Silopi und Cizre – durch wochenlange flächendeckende Bombardements sturmreif geschossen worden waren, versetzte die türkische Militärmaschinerie weitere Kerngebiete der kurdischen Bewegung mit schwerem Gerät und Zehntausenden Kämpfern in einen unbegrenzten Belagerungszustand. Diesmal traf es die Kleinstadt Idil (30 Kilometer von der Kreisstadt Cizre entfernt), das an der Grenze zu Syrien gelegene Nusaybin und die Hochburg der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Provinz Hakkari, die Stadt Yüksekova. Flankiert wurde diese Attacke durch Luftschläge gegen die Stellungen der Guerilla im Kandil-Gebirge an der Grenze zum Irak sowie durch Artillerie­angriffe auf die syrisch-kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG.

Vor der erneuten Ausd...

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