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06.04.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Achillesferse der NATO

Das Baltikum ist für die USA von zweifelhaftem strategischen Wert. Thinktank fordert Truppen

Reinhard Lauterbach

Anfang März gelangte eine Studie des US-Thinktanks Rand-Corporation an die Öffentlichkeit. Unter dem Titel »Die Abschreckung an der NATO-Ostflanke verstärken« fasste sie die Ergebnisse einer Reihe von Simulationen möglicher Konfliktszenarien um das Baltikum zusammen, mit denen sich die US-amerikanischen Militärführung seit dem Sommer 2014 beschäftigt hatte. Als Forderung kam genau das heraus, was das Pentagon jetzt – in vermindertem Umfang gegenüber den Postulaten der Studie – angekündigt hat: die Stationierung von zusätzlichen US-Kräften irgendwo in Osteuropa. Das ist der Aspekt der geopolitischen Lobbyarbeit, die immer auch hinter solchen Ausarbeitungen steckt.

Der andere Aspekt ist die bittere Pille, die diese Studie für die antirussischen Scharfmacher von Tallinn bis Vilnius enthält: Ihre geopolitische Lage ist prekär, aber die NATO kann – und wird, wenn man den Ergebnissen der Studie folgt – letztlich nicht viel tun, um das zu ändern. Von Estland sind...

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