06.04.2016 / Ausland / Seite 2

»Geldanlegern ist dort fast alles erlaubt«

Vom Skandal um die Panama-Konten profitieren in erster Linie die US-amerikanischen Steueroasen. Ein Gespräch mit Ernst Wolff

Peter Wolter

Für fast alle Medien ist die Affäre um die Offshore-Konten in Panama der Aufreger der Woche. Sie haben sich unter anderem als Buchautor intensiv mit internationalen Finanzströmen befasst – was steckt aus Ihrer Sicht dahinter?

Es ist ganz offensichtlich ein Manöver der USA, sich selbst als weltweit beste Steueroase zu präsentieren. Wenn man die bisher vorliegenden Informationen über diese Panama-Papiere heranzieht, fällt auf, dass dort vor allem Gegner der USA angeschwärzt werden – die USA selber bleiben aber außen vor. Banken dieses Landes werden überhaupt nicht erwähnt, ebenso wenig Konzerne. Soweit ich weiß, werden auch keine Privatpersonen aus den USA genannt.

Das Interessante dabei ist, was nicht veröffentlicht wurde. Durch die Publizierung von Teilen dieser Papiere wird nämlich Druck auf Steuerhinterzieher aller Länder ausgeübt, ihr Schwarzgeld anderswo in Sicherheit zu bringen – niemand von ihnen kann wissen, ob nicht auch er in der Liste steht. Diese...

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