04.04.2016 / Thema / Seite 12

Die Methoden der Aufarbeiter

Vorabdruck. Die Verfahren staatlich geförderter Einrichtungen zur Fälschung der DDR-Geschichte

Matthias Krauß

Die staatlich subventionierte »Aufarbeitung der SED-Diktatur« prägt die öffentliche Meinung über die DDR und den Umgang mit ihren ehemaligen Bürgern. Dabei ist das vermittelte Geschichtsbild höchst einseitig und die Lebensleistung zahlloser Menschen wird denunziert. Matthias Krauß, früherer Redakteur der Märkischen Volksstimme, stellt sich in seiner am 11. April erscheinenden »Streitschrift« unter anderem die Frage »Welcher Methoden bedienen sich die Aufarbeiter?« Aus dem dazu von ihm verfassten Kapitel veröffentlicht jW einen Auszug. (jW)

Was heutzutage unter dem Label »Aufarbeitung der DDR-Geschichte« stattfindet, ist seinem Wesen nach SED-Propaganda mit umgekehrtem Vorzeichen. Da gibt es mal bessere und mal schlechtere Beiträge, das aber traf auf die SED-Propaganda auch zu. Mit dieser Einschätzung ist übrigens nicht gemeint, dass im Zuge der Aufarbeitung in bedeutendem Umfang billig gelogen oder gefälscht würde. Für die Art und Weise, mit der das Publi...

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