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01.04.2016 / Schwerpunkt / Seite 3

Das Arsenal des Sultans

Waffenhändler aus Europa, den USA und Israel profitieren vom Krieg der türkischen Regierung gegen die Kurden. Eine Bestandsaufnahme

Peter Schaber

Seit Monaten belagern von Ankara entsandte Polizei- und Militärtruppen kurdische Städte im Südosten der Türkei. Sie töteten bislang Hunderte Zivilisten, Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor den Kampfhandlungen. Der permanente Ausnahmezustand hat eine humanitäre Krisenlage geschaffen, die in einigen Bezirken der Situation im Nachbarland Syrien ähnelt. Wohngebiete werden mit Panzern und Artillerie beschossen, von der Guerilla gehaltene Berggegenden aus der Luft bombardiert. Tausende bis an die Zähne bewaffnete Mitglieder regulärer und irregulärer Sondereinsatz­einheiten treiben im gesamten Gebiet zwischen Diyarbakir (kurdisch: Amed) und Hakkari (Colemerg) ihr Unwesen. Wer sich auf die Spurensuche nach der Herkunft des Kriegsgeräts begibt, mit dem dieser blutige Feldzug geführt wird, stößt auf ein Netzwerk internationaler Händler – auch aus Deutschland.

Als vor zwei Wochen der Belagerungszustand in den kurdischen Städten Yüksekova (Gever) und Nus...

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