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31.03.2016 / Medien / Seite 15

»Eine kleine Wende«

Arbeiten ohne Tarifvertrag, das ist für Journalisten in der deutschen und italienischen Schweiz Standard. Die Gewerkschaft will das ändern. Gespräch mit Stephanie Vonarburg

Patricia D'Incau, Bern

Rund die Hälfte der Arbeitsverhältnisse sind über einen, dem Tarifvertrag ähnlichen, Gesamtarbeitsvertrag, GAV, geregelt. Für Journalisten im deutschsprachigen und dem italienischen Landesteil gilt das seit 2004 nicht mehr. Wie hat sich die Situation der Betroffenen seither verändert?

Die Einkommenssituation ist schlechter geworden. Insbesondere bei den Freischaffenden sind die Honorare unter Druck gekommen, während bei den Festangestellten die Gehälter der Neu- und Quereinsteiger am meisten gelitten haben. Beim etablierteren Personal hat es zwar keine große Erosion gegeben, aber auch keine Lohnentwicklung. Im GAV galt eine vorgeschriebene Mindestlohnentwicklung nach Berufsjahren. Die ist weggefallen. Gezeigt hat das bereits eine Studie aus 2007, aktuelle Rückmeldungen seitens Journalisten bestätigen diesen Trend.

Was die Arbeitszeit anbelangt, war diese bei Medienschaffenden schon immer hoch. Auch der GAV enthielt keine festgeschriebene Wochenarbeitszeit, ...

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