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30.03.2016 / Inland / Seite 8

»Die Hochschule ist Spiegel der Gesellschaft«

Studierendenvertretung soll sich nicht zu Sexismus an der Uni äußern, da dies allgemeinpolitisch sei. Gespräch mit Sandro Philippi

Ralf Wurzbacher

Dem Allgemeinen Studierendenausschuss, AStA, der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main ist mit Urteil des Frankfurter Oberlandesgerichts untersagt, einen bestimmten Artikel weiter zu verbreiten, der sich mit »Pick-Up-Artists« befasst. Diese sogenannte Männerrechtsbewegung hat sich dem Aufreißen von Frauen verschrieben. Warum pfeifen die Betroffenen auf das Verbot?

Die Studierendenvertretungen und -verbände wollen ein Zeichen gegen Sexismus, sexualisierte Gewalt und Zensur setzen. Dazu war es wichtig aufzuzeigen, dass sich Kritik nicht einfach unterbinden lässt. Nicht zuletzt gibt das Oberlandesgericht – anders als zuvor das Landesgericht – der Beschwerde statt, weil der AStA sein Mandat überschritten hätte. Aus der Sicht des Gerichts sei Sexismus ein Phänomen, das über die Hochschule hinausgeht, und damit dürfe sich der AStA zu diesem Thema nicht äußern. Wir halten diese Sicht nicht nur für absoluten Quatsch, sondern auch für hochproblematis...

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