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24.03.2016 / Inland / Seite 2

»Die Bundeswehr rekrutiert bereits Minderjährige«

Meldeämter senden automatisch Personendaten junger Menschen an das Militär. Dagegen kann man sich wehren. Ein Gespräch mit Wolfram Beyer

Gitta Düperthal

Die Internationale Liga für Menschenrechte ruft alle Jugendlichen auf: »Sagt nein: Widersprecht der Datenweitergabe an die Bundeswehr!« Sie protestieren gegen das Sammeln von Personendaten, zu dem Zweck Jugendliche für den Kriegsdienst anzuwerben. Wie können junge Frauen und Männer sich dagegen wehren?

Zunächst klingt es wie ein Verwaltungsakt. Es ist aber so: Der Zwang zum Kriegsdienst ist ausgesetzt, der Bundeswehr ein Rekrutierungsfeld weggefallen. Sie muss selbst dafür sorgen, Nachwuchs zu bekommen, und zieht dabei alle Register. Sie geht an Schulen, auf Messen, macht Bannerwerbung in Fußballstadien. Zudem werden der Bundeswehr jeweils bis zum 31. März eines jeden Jahres die Daten Jugendlicher mit deutscher Staatsangehörigkeit, die im Jahr darauf volljährig werden, übermittelt. Sie rekrutiert bereits Minderjährige, um sie unter Vertrag zu nehmen. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CDU, hat angekündigt, den Personalbestand zu erhöhen. E...

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