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21.03.2016 / Ausland / Seite 7

Straßenkämpfe in Tripolis

EU und USA provozieren erneutes Blutvergießen in Libyen. Cameron will Ausweitung der Flüchtlingsjagd

Knut Mellenthin

Im Zentrum der libyschen Hauptstadt haben sich am Sonnabend vormittag zwei Milizen mehrere Stunden lang mit »leichten und mittelschweren« Waffen beschossen. Beide haben im Kampfgebiet im Abstand von wenigen Kilometern stark gesicherte Stützpunkte. Die eine Truppe steht auf seiten der in Tripolis regierenden, international nicht anerkannten Koalition islamistischer Parteien. Die andere Miliz unterstützt die von der EU und den USA eingesetzte »Einheitsregierung«, die im benachbarten Tunesien residiert, aber für die nächsten Tage ihre Übersiedlung in die libysche Hauptstadt angekündigt hat. Nach Lage der Dinge könnte sie dieses Ziel nur mit Gewalt erzwingen: Mehrere bewaffneten Gruppen in Tripolis und Umgebung haben für diesen Fall »äußersten Widerstand« und notfalls sogar einen »langgezogenen Krieg« angedroht.

Worum es bei den Gefechten am Wochenende ging, ist auch für die libyschen Medien nicht eindeutig geklärt. Den meisten Darstellungen zufolge war der An...

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