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15.03.2016 / Feuilleton / Seite 11

Kann man »Eigentum neu denken«?

In ihrem neuen Buch beschäftigt sich Sahra Wagenknecht mit der Frage, wie wir uns vor dem Kapitalismus retten könnten

Andreas Wehr

Für Marx waren »Exploitationsgier und Herrschsucht« die Antriebskräfte der Kapitalisten. Daran hat sich nichts geändert. In ihrem neuen Buch »Reichtum ohne Gier« beschreibt Sahra Wagenknecht anhand von Beispielen, wie diese Gier zur Verrohung der Sitten, zu kultureller Eintönigkeit, politischem Rückschritt, ja zu nacktem Elend führt. Sie widerlegt die Behauptung, dass der Kapitalismus unentbehrlich für Innovationen sei. Das Gegenteil ist der Fall: Unter ihm verkümmern technologische Potentiale, wird menschliche Kreativität vergeudet und werden alternative Wege hin zu einem besseren Leben erst gar nicht beschritten. Der destruktive Charakter der kapitalistischen Produktionsweise tritt immer deutlicher hervor. Zum Beweis dafür führt sie eine Vielzahl von Studien, Statistiken und Artikel an.

Wie schon in ihrem Werk »Freiheit statt Kapitalismus« (2011) klärt Wagenknecht auch in ihrem neuen Buch über die Übel des Kapitalismus auf. Immer mehr Menschen verstehen ...

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