Gegründet 1947 Freitag, 22. November 2019, Nr. 272
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
09.03.2016 / Ansichten / Seite 8

Moralisieren greift zu kurz

Wahlerfolge der AfD

Michael Streitberg

Von wegen »Ostphänomen«: Jene, die den Aufstieg der selbsternannten Alternative für Deutschland vor allem als Wutausbruch frustrierter Wendeverlierer zu deuten wussten, rieben sich am Sonntag abend verwundert die Augen. Bei den Kommunalwahlen in Hessen verzeichneten altehrwürdige Universitätsstädte im tiefsten Westen der Republik AfD-Ergebnisse von weit mehr als zehn Prozent. Obgleich Frauke Petrys Truppe in den meisten Gemeinden gar nicht angetreten war, wurde sie aus dem Stand zur drittstärksten politischen Kraft. Nur, wer hat diese Partei eigentlich gewählt – und vor allem, warum?

Gerade im Westen der Republik ist die AfD verzweifelt um das Image einer seriösen, konservativ-liberalen Partei bemüht. Bürgerlichen Wählerschichten, die nach dem vermeintlichen Linksruck der Unionsparteien unter Angela Merkel auf der Suche nach einer neuen politischen Heimat sind, bietet man sich als unverbraucht...

Artikel-Länge: 2805 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €