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01.03.2016 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Einkommensverluste wirken nach

DGB-Studie: 70 Prozent der deutschen Bevölkerung besitzen nicht mal neun Prozent aller Vermögen

Johannes Supe

Am Montag hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) seinen Verteilungsbericht 2016 vorgestellt. Das Papier unter dem Titel »Gerecht verteilen – Wohlstand sichern« legt dar, dass Einkommen und Vermögen in der Bundesrepublik sehr ungleich verteilt sind. Eine zentrale Aussage der Erhebung: Die schwachen Lohnsteigerungen in den 2000er Jahren lasten noch immer auf den Beschäftigten.

»Seit Anfang dieses Jahrtausends bis einschließlich 2007 war die Lohnquote rückläufig«, hält der Bericht fest. Die zunächst etwas kryptisch wirkende Aussage hat es in sich. Als Lohnquote wird der prozentuale Anteil der Löhne am Volkseinkommen (Arbeitnehmerentgelte plus Unternehmens- und Vermögenseinkommen) bezeichnet. Will heißen: Ist die Lohnquote hoch, kommt vom erwirtschafteten Reichtum viel den Beschäftigten zugute. Sinkt die Lohnquote, dann schnappen sich die Unternehmen und Kapitalisten einen immer größeren Teil des Reichtums.

Eben das ist in den Jahren 2000 bis 2007 passiert. L...

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