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23.02.2016 / Ausland / Seite 6

Museveni macht weiter

Ugandas Präsident nach 30 Jahren Amtszeit wiedergewählt. Opposition spricht von Betrug

Kerem Schamberger, Kampala

Die Straßen der ugandischen Hauptstadt Kampala blieben leer, als am vergangenen Samstag nachmittag die Wahlkommission Yoweri Kaguta Museveni zum Wahlsieger erklärte. Zu vorhersehbar war das Ergebnis und zu groß das Polizeiaufgebot, das jeden Protest der Opposition mit Tränengas und Schreckschüssen im Keim erstickte. Museveni, der seit 1986 an der Spitze des ostafrikanischen Staates steht, darf damit fünf weitere Jahre regieren.

60,75 Prozent der Wähler stimmten dem offiziellen Ergebnis zufolge für den alten und neuen Amtsinhaber. Der Kandidat der größten Oppositionspartei Forum for Democratic Change (FDC), Kizza Besigye, erhielt 35,37 Prozent der Stimmen. Er ist seit 2001 nun schon zum vierten Mal unterlegen. Den dritten Platz von insgesamt acht Kandidaten belegte Amama Mbabazi abgeschlagen mit 1,43 Prozent. Von 2011 bis 2014 war letzterer als Premierminister noch im engsten Machtzirkel der Regierungspartei National Resistance Movement (NRM), zerstritt...

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