19.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Neue Chance in Nepal

Das vom Erdbeben 2015 zerstörte Land im Himalaja hat enormen Bedarf an Baumaterial. Gelingt auch ein sozialer und ökologischer Neuanfang?

Thomas Berger

In Nepal wird traditionell »Stein auf Stein« gebaut. Die blassbraunen Quader im Einheitsformat sind Basis jedes Bauvorhabens, ob klein oder groß, ob bescheidene Dorfhütte oder Mehrgeschosser im Herzen der Hauptstadt Kathmandu. Entsprechende Mengen werden gebraucht, etwa 800 über das Land verteilte Ziegeleien stellen sie her. Zusammengeschlossen sind deren Eigentümer im Verband Federation of Nepal Brick Industries (FNBI). Die Branche boomt, besonders nach den zerstörerischen Naturkatastrophen im vergangenen Jahr gibt es einen riesigen Bedarf an Baumaterial. Allein etwa zwölf Milliarden Ziegel werden für den Wiederaufbau benötigt, hatten Regierungsvertreter schon vor Monaten geschätzt.

Es gibt da nur ein Problem: Die Anlagen und Gebäude, in denen die Ziegel gebrannt wurden, waren nicht widerstandsfähiger als andere Bauten, als am 25. April die Erde im Himalaja mit seit Jahrzehnten nicht mehr erlebter Intensität bebte. Dieses und weitere starke Beben kosteten...

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