Gegründet 1947 Donnerstag, 21. März 2019, Nr. 68
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
18.02.2016 / Ausland / Seite 2

»Die Menschen leben in ungeheurer Enge«

In Jordanien und im Libanon befinden sich Millionen Geflüchtete. Die Lage ist prekär, das UN-Hilfswerk unterfinanziert. Ein Gespräch mit Annette Groth

Wolfgang Pomrehn

Rund 1,7 Millionen Flüchtlinge halten sich nach offiziellen Zahlen im Libanon und in Jordanien auf. Die deutsche Bundesregierung hat dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, für beide Länder Unterstützung zugesagt. 2,3 Milliarden Euro sollen verteilt auf drei Jahre gezahlt werden. Reicht das?

Nein, bei weitem nicht. Unter anderem deshalb nicht, weil es sich faktisch um rund 2,9 Millionen Menschen handelt. Außerdem fällt die hohe Zahl der palästinensischen Flüchtlinge aus Syrien – rund 200.000 – völlig unter den Tisch. Um sie kümmert sich nicht das UNHCR, sondern eine andere UN-Organisation. Diese trägt den Namen UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, jW).

Zudem lebten vor dem Krieg in Syrien viele Flüchtlinge aus dem Irak. Sie sind dem Krieg in ihrem eigenen Land entkommen. Nun suchen sie in den seit 1949 bestehenden palästinensischen Flüchtlingslager Schutz. Hilfe (vom UNHCR, jW) bekommen sie...

Artikel-Länge: 4306 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €