09.02.2016 / Inland / Seite 4

Eine gigantische Umverteilung

Wer noch keine »elektronische Gesundheitskarte« mit Lichtbild hat, wird vom Arzt nur noch auf Privatrechnung behandelt

Gitta Düperthal

Jahrelang hatten Versicherte Widerstand gegen die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) geleistet, da sie mangelnden Datenschutz befürchteten: Sie schickten deshalb einfach das von den Krankenkassen geforderte Foto nicht ein. Diese sind nach Sozialgesetzbuch Paragraph 291 Absatz zwei verpflichtet, die neue Karte mit einem Bild auszustatten. Also: kein Foto – keine eGK. Ab Beginn 2016 klappt eine solche Verweigerung nicht mehr. Zwar gestalten die Krankenkassen den Umgang mit Verweigerern immer noch mal mehr, mal weniger kulant. Aber selbst Jan Kuhlmann, Rechtsanwalt in Berlin, aktiv im »Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung« (AKV) und in der Arbeitsgruppe »e- Card«, der mit seinen Detailkenntnissen zu den letzten Verweigerern gehörte, sagte nun am Freitag gegenüber jW: »Der Boykott durch Nichteinschicken des Fotos ist unpraktisch geworden.« Seit Jahresbeginn machen die Kassen Druck: Bislang hatten Mitarbeiter Patienten noch bei Beharren auf den Protest ...

Artikel-Länge: 3930 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe