Der Schwarze Kanal
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08.02.2016 / Ausland / Seite 7

Somalische Normalität

Hafenstadt wechselt zweimal kampflos den Besatzer. Schwere Vorwürfe gegen afrikanische Interventionstruppe AMISOM

Knut Mellenthin

Doppelter Wachwechsel in der somalischen Hafenstadt Merka: Am Freitag vormittag waren Kämpfer der islamistischen Rebellenorganisation Al-Schabab eingezogen, nachdem zuvor die dort stationierten Einheiten der Interventionstruppe der Afrikanischen Union, AMISOM, abgezogen waren. Zeugen berichteten, dass sich in ihrem Gefolge auch das Personal der somalischen Verwaltungsbehörden befunden habe. Am Sonnabend meldete AMISOM die »Flucht« der Rebellen aus Merka. Beide Male hatte sich die Übernahme der Stadt, abgesehen von wenigen Schüssen, kampflos vollzogen. Das ist im somalischen Krieg nicht unüblich.

Merka ist der drittwichtigste Hafen des Landes nach Mogadischu und dem weit im Süden gelegenen Kismajo. Von der Hauptstadt ist Merka nur etwa 100 Straßenkilometer entfernt. Seine Einwohnerzahl wird mit 65.000 bis 100.000 recht ungenau angegeben. Al-Schabab hatte die Hafenstadt zwischen 2008 und 2012 beherrscht, bevor sie der AMISOM weichen musste. Merka war jetzt d...

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