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06.02.2016 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Opfer des Franken-Schocks

Schweiz: Starke Währung, schlechte Exportchancen, unsichere Jobs. Nach Arbeitszeitverlängerung und Lohnkürzungen folgt jetzt Stellenabbau

Florian Sieber, Winterthur

Man könnte es Schockwellen nennen: Beim Technologiekonzern Alstom werden 1.870 Stellen wegfallen. Am vergangenen Donnerstag kündigten Swisscom und der Finanzkonzern Credit Suisse an, 400 beziehungsweise 4.000 Stellen zu vernichten. Auch bei Syngenta werden Massenentlassungen befürchtet, nachdem das Unternehmen in der Woche bekanntgegeben hatte, dem Übernahmeangebot durch den Pekinger Staatskonzern China National Chemical Corporation zuzustimmen. Gern wird von bürgerlicher Seite propagiert, dass die Schweiz von der Krise verschont wurde. Doch das mag man in der Alpenrepublik nicht mehr so recht glauben. Viele sehen den Grund der Jobvernichtungen im starken Franken. Vor einem Jahr hob die Schweizer Nationalbank (SNB) den Mindestkurs von 1,20 Franken für einen Euro auf. Die Schweizer Währung wertete sofort stark auf (»Franken-Schock«). Vor allem die breit aufgestellte Exportindustrie des Landes reagierte mit Arbeitszeitverlängerungen und Lohnsenkungen, der ...

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