06.02.2016 / Ausland / Seite 6

»Friedenstruppen« im Wartestand

Afrikanische Union schickt vorerst keine Soldaten nach Burundi. Bericht über Massengräber

Simon Loidl

Die Afrikanische Union (AU) wird vorerst keine »Friedens­truppen« nach Burundi entsenden. Statt dessen wurde bei einem Gipfeltreffen Anfang der Woche beschlossen, dass Verhandlungen des Staatenbündnisses mit der Regierung des ostafrikanischen Landes über einen derartigen Einsatz fortgeführt werden sollen. Die AU hatte Ende vergangenen Jahres die Entsendung von 5.000 Soldaten nach Burundi beschlossen, um die fortdauernden Kämpfe zwischen Sicherheitskräften und oppositionellen Gruppen zu beenden. Die Regierung in Bujumbura lehnte dies vehement ab und sagte, dass eine Präsenz von AU-Truppen als Invasion betrachtet würde. Laut Agenturmeldungen kündigte der AU-Beauftragte für Frieden und Sicherheit, Smaïl Chergui, Anfang der Woche an, dass nun eine »hochrangige Delegation« nach Burundi reisen werde, um neuerlich über einen Einsatz zu verhandeln. Nach den Plänen sollen Interventionstruppen die burundischen Sicherheitskräfte bei der Entwaffnung von Milizen unter...

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