03.02.2016 / Ausland / Seite 7

Ein halbes Leben auf den Tod gewartet

Nach 37 Jahren in Haft wird ein 72jähriger im US-Bundesstaat Georgia hingerichtet

Jürgen Heiser

In Georgia war am gestrigen Dienstag abend für 19 Uhr (Ortszeit) die Hinrichtung des ältesten Gefangenen angesetzt, der je in diesem US-Bundesstaat in die Todeskammer geführt wurde. Der 72jährige Afroamerikaner Brandon Astor Jones war zuvor schon 37 Jahre lang im Staatsgefängnis von Jackson dem »Slow Death Row«, dem langsamen Sterben, ausgesetzt. Das 11. Bundesberufungsgericht hatte sich am Montag abend gegen einen Exekutionsstopp ausgesprochen. Der Einspruch der Anwälte, die Todesstrafe sei im Fall ihres Mandanten unverhältnismäßig und deshalb verfassungswidrig, wurde zurückgewiesen. Nur Stunden später lehnte die zuständige Bewährungskommission auch den Antrag ab, das Todesurteil in lebenslange Haft umzuwandeln. Damit waren alle juristischen Hürden für die Hinrichtung beseitigt, deren Termin bereits seit längerem auf den 2. Februar angesetzt war – knapp zwei Wochen vor Jones’ 73. Geburtstag.

Seine Anwälte hatten mehr als drei Stunden mit der Bewährungskom...

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