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30.01.2016 / Geschichte / Seite 15

Nicht mehr kommunistisch sein

Vor 25 Jahren tagte die Italienische Kommunistische Partei ein letztes Mal. Die Revisionisten feierten das Ende als »Heimkehr zur Sozialdemokratie«

Gerhard Feldbauer

Am 31. Januar 1991 trat der Parteitag der traditionsreichen Italienischen Kommunistischen Partei (IKP) zusammen. Zum letzten Mal. Eine Zweidrittelmehrheit beschloss die Umwandlung der Partei in den sozialdemokratischen Partito Democratico della Sinistra (PDS). Mit dem Untergang der IKP fand ein Prozess der Sozialdemokratisierung sein Ende, der bereits in den 60er Jahren begonnen hatte. Genannt wurde das Ergebnis »Heimkehr zur Sozialdemokratie«. Die Initiatoren dieser Mutation schlossen sich der damals geläufigen These an, dass der Kommunismus nur »ein Irrweg« der Arbeiterbewegung gewesen sei.

Dabei beriefen sich die »Heimkehrer« auf den früheren Generalsekretär der Partei, Antonio Gramsci. Sie versicherten, an die progressiven Traditionen der italienischen Sozialisten anknüpfen zu wollen. Das Gegenteil geschah. In den folgenden Jahren wurde alles über Bord geworfen, was noch an sozialistischem Erbe existierte. 2007 schloss sich die Mehrheit der Linksso...

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