23.01.2016 / Abgeschrieben / Seite 8

Lenin, Putin und der Gang der Gedanken

Am Donnerstag fand im Moskauer Kreml eine Sitzung des Rates für Forschung und Bildung der Russischen Föderation statt, um über eine langfristige Strategie für Forschung und Entwicklung zu diskutieren. Dabei zitierte der Direktor des Kurtschatow-Instituts für Atomforschung, Michail Kowaltschuk, ein Gedicht aus den 1920er Jahren von Boris Pasternak mit dem Titel »Die hohe Krankheit« über die Oktoberrevolution und einen Satz daraus über Wladimir Iljitsch Lenin: »Er lenkte den Gang der Gedanken und nur deshalb – das Land«. So müsse auch Wissenschaft organisiert werden. Der russische Präsident Wladimir Putin ging darauf in seiner Schlussbemerkung kurz ein:

(…) Michail Walentinowitsch, den Gang der Gedanken lenken – das ist richtig. Wichtig ist allerdings, dass dieses Denken zum erforderlichen Resultat führt, aber nicht wie bei Wladimir Iljitsch. Auch, wenn die Idee an sich richtig ist. Im Endergebnis führte dieses Denken zum Zerfall der Sowjetunion, genau daran...

Artikel-Länge: 3791 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe