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21.01.2016 / Ausland / Seite 7

Schweizer Wegelagerei

Eidgenossenschaft nimmt Flüchtlingen Bargeld und Wertgegenstände ab. Behörden verteidigen das Vorgehen

Patricia D’Incau, Bern

Es waren Bilder, die Wellen schlugen: »1.380 Schweizer Franken«, steht auf dem Zettel, den ein syrischer Flüchtling den Reportern des Senders SRF in die Kamera hält. Es ist die Quittung über den Betrag, den die Polizei dem Schutzsuchenden bei der Einreise in Zürich abgenommen hat. Von ursprünglich 2.387 Schweizer Franken bleibt dem Familienvater weniger als die Hälfte. Das eingezogene Geld wird ihm nur dann zurückerstattet, wenn er das Land innerhalb von sieben Monaten freiwillig verlässt. Andernfalls wird die Barschaft einbehalten – als Anzahlung für die Kosten, die durch seinen Aufenthalt in der Schweiz »verursacht« werden.

Der Beitrag, der am vergangenen Donnerstag in der Sendung »10vor10« ausgestrahlt wurde, zeigt eine ähnliche Praxis, wie auch Dänemark sie kürzlich beschlossen hat. Nur: In der Alpenrepublik ist die »Vermögensabnahme« bereits seit dem Jahr 1992 Gesetz. So sind Geflohene, die in der Schweiz Zuflucht suchen, verpflichtet, bei der Einreis...

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