19.01.2016 / Ausland / Seite 6

Doppelmoral der Contras

Kubanische Migranten in den USA als »politische Flüchtlinge« begrüßt

Volker Hermsdorf

Die ersten der rund 8.000 in Mittelamerika gestrandeten Migranten aus Kuba sind am Wochenende in Miami eingetroffen. Das berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE. Nach einer zweimonatigen Odyssee durch mehrere lateinamerikanische Länder war eine aus zwölf Personen bestehende Vorhut bereits Donnerstagnacht mit dem Flugzeug in der mexikanischen Grenzstadt Nuevo Laredo gelandet. Am Freitag kamen die nächsten 47 per Bus nach. Wenig später passierten sie die Brücke über den Rio Bravo, die zugleich die Grenze zur texanischen Stadt Laredo markiert. Obwohl sie weder Visa noch die sonstigen zur Einreise in die USA erforderlichen Papiere präsentierten, konnte die Gruppe ihren Weg ohne Probleme fortsetzen. Die Zauberformel dafür lautet: »Ich bin Kubaner und bitte um politisches Asyl.« Dieser Satz reicht, um in »God’s own country« ohne weitere Prüfung den Status eines politischen Flüchtlings zu erhalten. In Laredo wartete bereits eine Transportfirma mit dem Na...

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